RÜCKENSCHMERZ

Die Schmerzen am Rücken können unterschiedlichste Ursachen haben. Um Diese Ursachen herauszufinden führen wir in unserem Institut eine sorgfältige Diagnostik und Untersuchung durch, um für Sie den optimalen Therapieplan erstellen zu können. Hierzu ist neben der körperlichen Untersuchung auch häufig zusätzliche Diagnostik durch Röntgen, MRT oder CT nötig.

Die Wirbelsäule ist eine sehr komplexe Struktur, die sich aus vielen kleinen Gelenken, Bandscheiben, Bändern, Muskeln und Knochen zusammensetzt. Jede einzelne dieser vielen Strukturen kann zu ihren Beschwerden am Rücken beitragen. Als wichtigster Puffer zwischen den Wirbelkörpern agieren die Bandscheiben. Diese sind als elastische Federung zu sehen, wodurch die senkrecht auf die Wirbelsäule einwirkenden Kräfte abgefangen und gedämpft werden. Eine weitere federnde Wirkung wird durch die doppel-S-Krümmung der gesamten Wirbelsäule erzeugt. Kommt es nun zu Störungen in diesen Bereichen, etwa durch eine Schwächung oder Verschleiß der Bandscheiben und/oder auch durch eine Fehlhaltung, dann kommt es zu einer vermehrten Belastung anderer stützender Strukturen, wie etwa die Facettengelenke.

Da diese nun teilweise die volle Last übernehmen müssen, verschleissen sie schneller oder entzünden sich und es kommt zu Schmerzen. Schreitet nun der Verschleiss und die Überlastung fort, so werden die geschwächten Bandscheiben nach aussen gedrückt und es kommt zu einem Bandscheibenvorfall, der je nach Lage und Grösse die Nerven einengen kann.

An unserem Institut haben wir neben der Kortisonbehandlung durch die Anwendung von PRP/ACP die Möglichkeit, alle betroffenen Bereiche nachhaltig zu behandeln. Durch die gezielte Injektion der körpereigenen Plasmazellen, kommt es in den betroffenen Bereichen, an der Bandscheibe, an den Facettengelenken und den Gelenkkapseln, zu regenerativen Prozessen, wodurch die Reizung und Schwellung des Gewebes insgesamt abnimmt.

Im Vergleich zum schnell wirksamen Kortison kommt es mit PRP zu einer lang wirksamen biologischen Wirkung.

Bei einer bestehenden Unverträglichkeit gegen Kortison können wir auch ganz darauf verzichten, indem wir uns die ebenso schnellwirksame entzündungshemmende Wirkung von Hyaluronsäure zunutze machen. Diese wird dann anstelle des Kortisons an die entsprechenden Gebiete injiziert und führt dort zu einer Abschwellung und Reizreduktion im Gewebe.

Die Ursache von Schmerzen, die sich lokal auf den Rücken beschränken oder nur begrenzt in die entsprechende Extremität ausstrahlen, sind meistens durch Verschleiß oder Überbelastung der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke), der Bandscheiben oder auch der im Beckenbereich liegenden Ileosacralgelenke zu finden und können zu einem Hexenschuß führen.

Auch reine muskuläre Dysbalancen durch Fehlhaltungen können die Ursache von Schmerzen sein.

Als wichtiger Bestandteil der konservativen Schmerztherapie an der Wirbelsäule steht die Infiltrationstherapie an zentraler Stelle. Wir führen die nötigen Infiltrationen im OP der Klinik unter sterilen Bedingungen ambulant durch. Nachdem sie eine kurz wirksame Narkose erhalten haben, wird der entsprechende Wirbelsäulenabschnitt durchleuchtet und die zu therapierenden Bereiche werden exakt markiert.

Nach einbringen der Nadeln wird die exakte Position der Nadeln nochmals durch jeweils eine geringe Menge Kontrastmittel überprüft.

Im Anschluß an den Eingriff werden sie für 1-2 Stunden bis zum Abklingen der Narkose auf der Überwachungsstation betreut und können danach in Begleitung einer Vertrauensperson wieder nachhause.

In der Regel sind sie bereits 1-2 Tage danach wieder bereit, zur Arbeit zu gehen und haben keine längeren Ausfallszeiten.

Bei Beschwerden an den Facettengelenken oder den Ileosacralgelenken können wir diese unter Durchleuchtung und nach Darstellung mit wenig Kontrastmittel gezielt infiltrieren. Hierzu verwenden wir ein lokales Betäubungsmittel in Kombination mit Kortison, aber auch ACP (körpereigene Blutzellen), Stammzellen und Hyaluronsäure.

Hierfür sind in der Regel bis zu 3 Sitzungen im Abstand einer Woche nötig.

Schmerzen an der Bandscheibe entstehen, wenn es durch Verschleiß zu einer Flüssigkeitsverminderung des Gewebes gekommen ist und somit die natürliche Pufferwirkung der Bandscheiben reduziert ist. Um das Bandscheibengewebe wieder mit Nährstoffen zu versorgen, injizieren wir unter Durchleuchtungskontrolle und Kontrastmitteldarstellung ACP (körpereigene Blutplasmazellen) oder auch körpereigene Stammzellen direkt in die Bandscheibe.

Dies führt zu einer Regeneration der Bandscheibe und somit zu einer Reduktion Ihrer Beschwerden, ohne eine Operation durchführen zu müssen.

Wenn die Schmerzen auch in die Extremitäten ausstrahlen oder auch eine neurologische Symptomatik, wie Gefühlsstörung, Lähmung, Darm- oder Blasenschwäche besteht, ist es häufig durch die Veränderungen an der Bandscheibe oder der Facettengelenke zu einer Einengung von Nervenwurzeln gekommen. Sollte es hier bereits zu Lähmungen oder einer Blasen-, Darmschwäche gekommen sein, ist in der Regel eine Operation nicht zu vermeiden.

Ist das nicht der Fall, sind wir in unserem Institut darauf spezialisiert, ohne Operation zu therapieren und die eingeengten Nervenwurzeln zu entlasten. Hierfür werden die Nervenwurzeln, aber auch der Bandscheibenvorfall gezielt unter Durchleuchtung und nach Darstellung mit Kontrastmittel mit Kortison und einem lokalen Betäubungsmittel infiltriert (PRT).

Bei rein muskulären Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule, verwenden wir zur Schmerzbekämpfung und Lösen von Verspannung neben lokalen Infiltrationen auch die Stoßwellentherapie. Besonders im Schulter-Nackenbereich werden dadurch Faszien gelockert, Muskelverhärtungen gelöst und lokale schmerzhafte muskuläre Triggerpunkte lokalisiert und gezielt behandelt.

Wir empfehlen mindestens 3 Sitzungen, damit es zu einer nachhaltigen Verbesserung ihrer Schmerzen und Beschwerden kommt.

PRP gegen Rückenschmerzen hat viele Vorteile mit minimalen Nebenwirkungen. Die PRP-Therapie fördert die Geweberegeneration, wenn Plasma an Verletzungsstellen injiziert wird. PRP gegen Rückenschmerzen stärkt Gelenke, repariert Bänder und Sehnen, erhöht die Beweglichkeit und lindert Schmerzen.

Sie sollten innerhalb von ca. zwei Wochen eine signifikante Besserung Ihrer Schmerzen im unteren Rückenbereich bemerken.

Allgemeine, unabhängige Gesundheitsinformationen rund um Diagnostik und Behandlung finden Sie zudem beim IQWiG-Portal „Gesundheitsinformation.de“.

Häufig gestellte Fragen zu RÜCKENSCHMERZ

Weitere Informationen zu unserem ganzheitlichen Diagnostik- und Behandlungsspektrum finden Sie im Ortho Health Institut München.