STRESS
Stress ist ein zentrales Thema der Longevity- und Präventivmedizin. Die Experten des Ortho Health Instituts München erläutern im Folgenden alle wichtigen Aspekte dazu.
Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf eine Herausforderung oder Bedrohung. Es handelt sich um einen physiologischen Zustand, der ausgelöst wird, wenn der Körper auf eine stressige Situation reagiert. Diese Situation kann real oder eingebildet sein und die Reaktion des Körpers darauf ist Teil des sogenannten „Kampf-oder-Flucht“-Mechanismus.
Der Körper reagiert auf Stress durch die Freisetzung von Hormonen wie Adrenalin und Cortisol. Diese Hormone bereiten den Körper darauf vor, schnell zu handeln, entweder um mit der stressigen Situation umzugehen oder sich davor zu schützen. Die physiologischen Veränderungen, die während dieser Reaktion auftreten, umfassen eine erhöhte Herzfrequenz, beschleunigte Atmung, gesteigerte Muskelspannung und eine erhöhte Aufmerksamkeit.
Es gibt zwei Hauptarten von Stress: akuter Stress und chronischer Stress. Akuter Stress tritt kurzfristig auf und ist die normale Reaktion auf unmittelbare Bedrohungen. Chronischer Stress hingegen besteht über einen längeren Zeitraum und kann negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben.
Stress kann aus verschiedenen Quellen stammen, einschließlich beruflicher Anforderungen, persönlicher Beziehungen, finanzieller Belastungen oder gesundheitlicher Probleme. Jeder Mensch erlebt Stress unterschiedlich, und es gibt keine festen Regeln dafür, welche Situationen als stressig empfunden werden. Einige Menschen können mit bestimmten Belastungen besser umgehen als andere.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Stressoren negativ sind. Positive Ereignisse wie eine Hochzeit, der Beginn eines neuen Jobs oder die Geburt eines Kindes können ebenfalls Stress verursachen, auch wenn es sich um positive Veränderungen handelt.
Die Art und Weise, wie Menschen mit Stress umgehen, kann unterschiedlich sein. Einige entwickeln effektive Bewältigungsstrategien, während andere Schwierigkeiten haben, mit Stress umzugehen, was zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen kann. Es ist ratsam, Techniken zur Stressbewältigung zu erlernen und anzuwenden, um die negativen Auswirkungen von chronischem Stress zu minimieren.
Stress als mutmaßlicher Langlebigkeitskiller: Viele Menschen wirken älter, als sie sind. Bei der Erforschung der Ursachen für vorzeitiges Altern hat man festgestellt, dass Stress dabei eine große Rolle spielt, da der körperliche Verschleiß in Krisenzeiten deutlich zunimmt. Das American Institute of Stress (AIS), das diesen degenerativen Prozess untersucht hat, ist zu dem Schluss gelangt, dass die meisten Gesundheitsprobleme stressbedingt sind.
Ähnliche Studien hat das Universitätsklinikum Heidelberg durchgeführt. Dabei wurde ein junger Arzt einem Einstellungsgespräch unterzogen, also einer typischen Stress auslösenden Situation. Die Anspannung wurde zusätzlich dadurch gesteigert, dass man ihn eine halbe Stunde lang schwierige mathematische Aufgaben lösen ließ.
Anschließend nahm man ihm Blut ab und untersuchte seine Blutwerte. Man entdeckte, dass sich die Antikörper in der Stresssituation genauso verhalten hatten wie gegenüber Krankheitserregern. Sie hatten bestimmte Proteine aktiviert, die eine immunologische Reaktion auslösen. Antikörper aber wehren nicht nur gesundheitsschädliche Erreger ab, sondern schädigen auch gesunde Zellen und lassen diese vorzeitig altern.
Die Alarmbotschaft bewirkt, dass die Neuronen die Hypophyse aktivieren. Diese produziert ein Hormon, das Corticotropin freisetzt, welches sich über das sympathische Nervensystem im Körper verteilt. Die Nebenniere wird aktiviert und schüttet ihrerseits Adrenalin und Cortisol aus. Adrenalin steigert die Atem- und Herzfrequenz und bereitet die Muskeln auf eine Aktion vor. So stellt sich der Körper darauf ein, schnellstmöglich auf die vermeintliche Gefahr zu reagieren. Cortisol wiederum steigert die Ausschüttung von Glukose ins Blut und ebenso jene von Dopamin, das uns »in Schwung bringt« und aktionsbereit macht.
Anhaltender Stress wirkt degenerierend, da ständige Alarmbereitschaft die mit dem Gedächtnis verknüpften Nervenzellen schädigt und die Sekretion bestimmter Hormone hemmt, deren Mangel wiederum Depressionen auslösen kann. Überdies führt Stress häufig zu Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und Ängstlichkeit und kann den Blutdruck in die Höhe treiben. Wenngleich Herausforderungen für Körper und Geist positiv sind, sollten wir also permanenten exzessiven Stress ernsthaft hinterfragen, um einer frühzeitigen Alterung unseres Körpers vorzubeugen.
Eine einfach Methode zur Stressreduktion ist die Meditation. Sie kann helfen, die vom Körper aufgenommenen Informationen zu filtern. Zu Achtsamkeit gelangt man auch mittels
Mehr über das Thema Stress erfahren Sie auch bei Wikipedia. Individuelle Beratung und Diagnostik dazu bietet Ihnen unser Longevity-Programm im Ortho Health Institut München.