TUBEROSITASTRANSFER
Der Tuberositastransfer ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Position der Kniescheibe relativ zum Oberschenkelknochen verändert wird. Dieser Eingriff hat zum Ziel, die Distanz zwischen der Kniescheibe und dem Oberschenkel zu erhöhen, wodurch der Druck auf die Kniescheibe verringert wird. Durch diese Druckreduktion können Schmerzen gelindert und die Funktionalität des Knies verbessert werden.
Die Verschiebung der Kniescheibenführung wird millimetergenau geplant und durchgeführt, anhand von MRT- und Röntgenbildern, die im Vorfeld angefertigt werden. Durch diese präzise Planung kann die Verschiebung sowohl nach innen als auch nach vorne genau berechnet werden, um den Druck von außen nach innen und von der Kniescheibe weg nach vorne zu verlagern.
Der verschobene Knochen wird anschließend mit speziellen Schrauben sicher fixiert.
Der Tuberositastransfer bei Kniearthrose wird in der Regel stationär durchgeführt. Die meisten Patienten verbringen etwa 2-3 Tage im Krankenhaus, bevor sie mit einer Schiene und Krücken entlassen werden. Während der ersten 6 Wochen nach dem Eingriff ist eine Entlastung des operierten Beins erforderlich. Die Beugung des Knies wird schrittweise in Abständen von 2 Wochen gesteigert, beginnend bei 30°, dann 60° und schließlich 90°. Nach einer Teilbelastung während einer 6-wöchigen Einheilungsphase können die Patienten nach einer Röntgenkontrolle die Belastung schrittweise steigern.
Ab diesem Zeitpunkt ist auch das Autofahren wieder erlaubt. Die Muskulatur kann während der gesamten Rehabilitationszeit mit angelegter Schiene gezielt trainiert werden. Sobald der Knochen sicher verheilt ist, bestehen keine weiteren Einschränkungen, und die Patienten können ihre gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen.
Der Tuberositastransfer ist nicht nur bei der Behandlung der Kniescheibenarthrose, sondern auch bei der Kniescheibeninstabilität eine bewährte Therapieoption. Bei vielen Patienten mit Kniescheibeninstabilität liegt oft eine Trochleadysplasie vor, bei der das Gleitlager für die Kniescheibe nicht ausreichend ausgebildet ist.
Dies führt dazu, dass die Kniescheibe nicht stabil in ihrer Führungsrinne im Oberschenkelknochen verankert ist und leicht aus dieser Gleitbahn herausrutschen kann.
In solchen Fällen kann der Tuberositastransfer dazu beitragen, die Kniescheibenführung zu korrigieren und die Stabilität des patellofemoralen Gelenks zu verbessern. Durch die Verschiebung der Position der Kniescheibe wird der Druck auf das Gleitlager reduziert, und die Kniescheibe kann wieder sicher in ihrer Führungsrinne gleiten.
Dies ist besonders wichtig, um wieder schmerzfreie Bewegungen im Knie zu ermöglichen und die Patellastabilität wiederherzustellen.
Der Tuberositastransfer bei der Kniescheibeninstabilität erfordert ebenfalls eine präzise Planung und Durchführung, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Die individuelle Anpassung an jeden Patienten und die genaue Berechnung der Verschiebung sind entscheidend für den Erfolg des Eingriffs.
Auch hier wird die Operation in der Regel stationär durchgeführt, und die postoperative Rehabilitation ist wichtig, um die volle Funktion des Knies wiederherzustellen.
Der Tuberositastransfer ist eine effektive Methode zur Behandlung der Kniescheibenarthrose und in manchen Fällen auch der Kniescheibeninstabilität, die im Ortho Health Institut in München von einem erfahrenen Team unter der Leitung von Prof.
Dr. med. Philip Schoettle durchgeführt wird. Die präzise Planung, die individuelle Anpassung an jeden Patienten und die sorgfältige Nachsorge sind entscheidende Faktoren für den Erfolg dieses Eingriffs.
Allgemeine, unabhängige Gesundheitsinformationen rund um Diagnostik und Behandlung finden Sie zudem beim IQWiG-Portal „Gesundheitsinformation.de“.
Häufig gestellte Fragen zu TUBEROSITASTRANSFER
Was versteht man unter TUBEROSITASTRANSFER?
TUBEROSITASTRANSFER ist ein Begriff aus der Orthopädie bzw. Sport- und Präventivmedizin, der im Ortho Health Institut München im Rahmen der ganzheitlichen Diagnostik und Behandlung eine wichtige Rolle spielt. Die genauen Hintergründe, Ursachen und Zusammenhänge erläutern wir ausführlich im obigen Beitrag.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei diesem Thema?
Im Ortho Health Institut München stehen für TUBEROSITASTRANSFER sowohl konservative als auch moderne, individuell abgestimmte Therapieansätze zur Verfügung. Nach einer gründlichen Diagnostik erstellen unsere Experten ein auf Sie zugeschnittenes Behandlungskonzept, das Ihre persönliche Situation und Ihre Ziele berücksichtigt.
Wann sollte bei Beschwerden im Zusammenhang mit diesem Bereich ärztlicher Rat eingeholt werden?
Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden im Zusammenhang mit TUBEROSITASTRANSFER empfiehlt sich eine frühzeitige fachärztliche Abklärung, um die Ursachen zu klären und eine gezielte Behandlung einzuleiten. Im Ortho Health Institut München erhalten Sie dafür eine umfassende Diagnostik und individuelle Beratung durch unser erfahrenes Ärzteteam.
Wie läuft die Diagnostik bei diesem Thema im Ortho Health Institut München ab?
Die Diagnostik bei TUBEROSITASTRANSFER erfolgt im Ortho Health Institut München ganzheitlich: Neben einer ausführlichen Anamnese und klinischen Untersuchung setzen wir je nach Befund moderne bildgebende und funktionelle Verfahren ein, um die individuell passende Behandlungsstrategie festzulegen.
Welche Rolle spielt die Vorbeugung im Zusammenhang mit diesem Bereich?
Eine gezielte Prävention kann helfen, Beschwerden im Zusammenhang mit TUBEROSITASTRANSFER frühzeitig vorzubeugen oder ihr Fortschreiten zu verlangsamen. Im Ortho Health Institut München beraten wir Sie dazu individuell und beziehen Faktoren wie Belastung, Lebensstil und Vorerkrankungen mit ein.
Weitere Informationen zu unserem ganzheitlichen Diagnostik- und Behandlungsspektrum finden Sie im Ortho Health Institut München.